Tja, nun ist es also doch passiert. Ihr seht, ich habe meinen eigenen Foodblog ins Leben gerufen  und bin auch ein wenig stolz drauf. Aber wie kam es soweit und warum bilde ich mir ein, dass dies jemanden interessieren würde? Gerne nehme ich euch mit und zeige, wie es zu dieser Passion kam

Als der größere von zwei Brüdern und Sohn einer alleinerziehenden Mutter, die für unser Überleben arbeiten gehen musste, bekam ich schon früh den Auftrag mich nach der Schule um das Mittagessen von uns beiden zu kümmern. Anfangs bestanden meine Funktion darin, unser Essen in der Mikrowelle aufzuwärmen. Mit fortschreitendem Alter bekam ich dann erste kleinere Aufgaben und so entstand zumindest ein gewisses Grundinteresse an der Zubereitung von Speisen. Wirklich wichtig wurde es dann aber, als ich dann für mein Studium nach Flensburg zog und dort, zusammen mit meinem damaligen besten Freund, eine gemeinsame Wohnung bezog. In der ersten Zeit macht es noch Spaß, jeden Tag Pizza oder Nudeln zu essen aber auch dieser Traum wird irgendwann zu einem Problem. Die Mensa in der Uni war nur teilweise zu empfehlen und somit ergab sich rasch die Frage: Was machen? Quer durch alles futtern, was der Supermarkt an Convenience Food zu bieten hat? Check! Aber auch das macht irgendwann keinen Spaß mehr. 

Ich weiß noch ziemlich genau, wie ich das erste Mal versuchte habe, mir selbst eine Portion Reis zu kochen. Aber nicht den guten Uncle Bens in der Tüte mit Wasser im Topf. Nein, so wie meine Mutter ihn immer gemacht hat und zwar ohne Beutel mit Zwiebeln anbraten damit er aromatischer wird. Diese Aktion ging aber ziemlich gnadenlos in die Hose und ich brauchte mehrere Stunden um den Topf von dem angebrannten Reis zu reinigen. Also wurde die Mama angerufen und gefragt, was ich falsch gemacht habe und was es noch so zu beachten gebe. Ein weiterer Faktor der mich ebenfalls immer getrieben hat, mich mit meiner Ernährung zu beschäftigen war damals schon mein geliebtes Hobby, dem Kraftsport zu frönen. Da man nicht unerheblich viel Zeit mit seinem Workout verbringt und der beste Freund schon eine ordentliche Statur hatte, wollte ich natürlich wissen wie das geht. Relativ bald wurde mir klar, dass auch die Ernährung hier eine große Rolle spielt (klingt irgendwie logisch!). Allerdings war ich in dieser Phase noch weit weg davon mich wirklich gesund zu ernähren. Für mich waren damals noch Maggi- und Knorrgerichte alltäglich, heute bezeichne ich die Zubereitung dieser Speisen nicht mehr wirklich als „kochen“.

Tja, ein paar Jahre zogen ins Land und irgendwann lernte ich meine jetzige First Lady Kim kennen. Im Jahr 2014 dann, nachdem Kim es geschafft mich endlich dazu zu überreden, machten wir zusammen das Sportprogramm von Julian Zietlow. Sie wagte sich mit #SizeZero in den Ring und ich nahm mir #das10Wochenprogramm zur Brust. Ihr könnt euch denken, was hier ein entscheidender Faktor für das eigene Ergebnis war? Richtig, die Ernährung. Diese war festgeschrieben und wurde nur in einigen Werten von Woche zu Woche verschoben. Es wurde nicht exakt festgelegt was wir essen sollten, allerdings waren es bestimmte Werte die mit einer Liste von bestimmten Lebensmitteln eingehalten werden mussten. Anfangs hält man dies noch relativ simpel und variiert dann ganz leicht. Aber irgendwann kommt der Moment, wo man das nicht mehr unbedingt jeden Tag essen kann und fängt an sich Alternativen zu überlegen. Schon zu der Zeit damals hab ich bei uns eingeführt, dass wir einmal die Woche unseren Einkauf erledigen. Ich war nie ein Freund davon, mehrmals die Woche zum nächsten Supermarkt zu fahren weil ich es a.) als Zeitverschwendung betracht und b.) man dann auch mehr Geld ausgibt als man möchte. Und so begann ich, mich mit Rezepten auseinander zu setzen und zu schauen, was denn für unsere Ernährung möglich war. Der Anfang war gesetzt. 

Ja, wie kam nun soweit? Halte ich mich für was besonderes? Nein. Ich würde mich selbst als motivierten Laien bezeichnen, der versucht mit einer relativ einfachen Küche ein paar Abwechslungsreiche Gerichte zuzubereiten. Das gibt mir einfach die Gelegenheit verschiedenste Dinge, die mich Neugierig machen mal auszuprobieren, mir so wenig Know-how anzueignen und den Menschen in meinem Umfeld eine kleine Freude zu bereiten. Ohne diese, hätte ich kaum den Antrieb mich an solchen Gerichten zu probieren weil ich für mich allein meist die sehr simple und zweckmäßige Küche bevorzuge. Was das heißt? Ich selbst mache mir eher ein Omelette mit getoasteten Schwarzbrot und gebratenem Gemüse wenn ich niemanden habe, den ich mit meinem etwas aufwendigeren Gericht eine Freude machen kann. Mit seiner Liebsten oder mit Freunden etwas zu genießen, ist so viel mehr wert und erfüllt mich.

Nachdem ich mich nun auch intensiver damit befasst habe, habe ich Essen vielleicht auch schon immer als einen guten Anlass gesehen, wortwörtlich alle an einen Tisch zu bekommen. Das ist ein Nebeneffekt, den wahrscheinlich mein Vater geprägt hat. Wenn er alle beisammen haben wollte, war auch immer ein gemeinsames Essen ein guter Anlass gemeinsam, qualitative Zeit zu verbringen.

 

Erst der Zuspruch den ich in meiner kleinen Community auf Instagram bekommen habe und der nötige Anstoß von meiner Liebsten haben mich nun soweit gebracht, es doch einfach mal zu versuchen. Ich weiß nicht genau wohin das hier führen wird, aber es motiviert mich weiterzumachen, meine Erfahrungen zu teilen und vielleicht den einen oder anderen zu motivieren, es auch mal auszuprobieren. 🙂