Wusstet ihr, dass es 2014 eine Schokopudding-Revolte in Israel gab, die dadurch ausgelöst wurde, dass ein israelischer Auswanderer über ein Foto bei Facebook seinen Freunden mitteilte, wie günstig diese Produkte hier bei unseren einheimischen Discountern sind? In Israel verbreitete sich diese Botschaft rasant und löste fast ein politisches Erdbeben aus, weil die Bevölkerung nicht glauben konnte, dass man hier in Deutschland für nur 19 Cent einen Schokopudding kaufen kann, während man dort fast das Dreifache zahlt.

Nun gut, das ist natürlich nicht fair, aber gleichzeitig betrachte ich es nicht unbedingt als Privileg für 19 Cent etwas zu bekommen, dass aussieht wie ein Schokopudding und vielleicht auch so schmeckt, aber hinsichtlich seiner Bestandteile relativ wenig damit gemeinsam hat. Einige der dafür verwendeten Zutaten würde manch einer von uns so gar nicht erwarten. Neben der günstigeren, entrahmten Milch wird meist nur einfaches Kakaopulver verwendet, dessen Kakaogehalt rein rechtlich bei lediglich 1% liegen muss. Um das Ganze dann cremig zu bekommen, werden allerlei Verdickungsmittel, Unmengen an Zucker und zahlreiche Emulgatoren verwendet, damit sich Wasser und Fett im Pudding vermischen, sodass diese Masse überhaupt genießbar wird.**

Da mir vor Kurzem danach war, mal einen richtigen Schokpudding zu genießen, wollte ich diesen natürlich gerne selbst zubereiten. Dabei hielt ich, auf Empfehlung meiner lieben Community, nach einer veganen Version ausschau und bin dann über dieses einfache, aber gelungene Rezept gestolpert. Zwar ist die Mischung aus Kokos und Zartbitterschokolade jetzt weder außergewöhnlich noch sonderlich neu, trotzdem war ich skeptisch, ob diese Kombination schmecken würde. Nachdem dieser gut durchgekühlt war und ich uns noch etwas frische Konditorsahne in meiner KitchenAid* aufgeschlagen hatte, waren wir total begeistert von diesem intensiven, cremigen Geschmack die von der frische Sahne wunderbar abgerundet wurde – natürlich ist dieses „Add on“ rein optional, welches in unserem Fall nicht vegan war (es würde mit Soja Sahne aber sicher auch funktionieren). Aber ob jetzt mit oder ohne Sahne, der Schokopudding ist auf jeden Fall zu empfehlen!

Aus diesem Grund hab ich mich dazu entschieden, dieses Rezept mit euch zu teilen und falls ihr weder etwas gegen den Kokos-Geschmack noch gegen die intensivere Zartbitterschokolade habt, dann solltet ihr diesen Schokoladenpudding unbedingt ausprobieren.

Hier noch ein paar Hinweise zu den verwendeten Zutaten und meiner Vorgehensweise:

  • Die Kokosnussmilch die ich verwendet habe, hatte einen Kokosanteil von 60% und entspricht damit der handelsüblichen Qualität aus dem Supermarkt.
  • Als Schokolade habe ich Zartbitter-Kuvertüre benutzt.
  • Ich habe den fertigen Schokopudding über Nacht in den Kühlschrank gestellt und das hat ihm sehr gut getan, da er eine wunderbare Konsistenz bekommen hat und schön durchgekühlt serviert wurde.
  • Die verwendete Sahnehaube besteht in in diesem Fall aus Konditorsahne, die ich mit einer Prise Vanillezucker und etwas Sahnesteif in einer vorgekühlten Schüssel ordentlich aufgeschlagen habe. Natürlich könnt ihr dafür auch Sojasahne verwenden, allerdings habe ich mit der noch keine Erfahrungen gemacht was das perfekte Aufschlagen betrifft.

 

Lasst mir gerne einen Daumen oder Kommentar zu diesem Dessert da, ich freue mich sehr auf euer Feedback! 🙂

Zubereitungsschritte

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  1. In einen kleinen Topf gebt ihr Kokosmilch, Kakaopulver, Ahornsirup und vermengt die Zutaten mit einem Schneebesen. Lasst diese bei mittlerer Temperatur erhitzen und für ein paar Minuten leicht köcheln.
  2. In einer weiteren Schüssel vermengt ihr nun die Mandelmilch und Speisestärke ebenfalls mit einem Schneebesen, bis keinerlei Klümpchen mehr zu sehen sind und gebt diese nun ebenfalls in den Topf.
  3. Die Zartbitterschokolade mit einem scharfen Messer in feinere Stücke schneiden oder brechen und bereit stellen.
  4. Mit dem Schneebesen weiter verrühren bis die Masse dickflüssiger wird. Nun gebt ihr die Schokolade dazu und vermengt alles weiter, bis diese vollständig geschmolzen ist.
  5. Den flüssigen Schokoladenpudding in passende Gläser füllen und noch kurz bei Raumtemperatur ruhen lassen, ehe ihr diese dann in den Kühlschrank stellt zum abkühlen.
  6. Mindestens 6 Stunden durchkühlen lassen und im Anschluss mit frischer Sahne oder pur genießen 🤤

 

Credit: Die Inspiration zu diesem Rezept habe ich von herzenszeug.de und das ursprüngliche Rezepte wurde von mir noch leicht abgeändert.

*bei den beiden Empfehlungen handelt es sich um Affiliate-Links von Amazon.de. Wenn ihr die Links für euren Einkauf nutzt, werde ich prozentual daran beteiligt. Für euch entstehen dadurch aber keine weiteren Kosten.

**Quelle: http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Oft-wenig-Schokolade-im-Schokopudding,schokopudding101.html