Nun hat sie uns wieder, die Spargelzeit ist angebrochen und damit gibt es dieses tolle Gemüse endlich wieder zu fairen Preisen in eurem örtlichen Supermarkt. Tatsächlich favorisiere ich aktuell vor allem den grünen Spargel, weil ich einfach den Geschmack und den Biss schätze. Aber das soll nicht heißen, dass ich gegen ein klassisches Spargelessen mein Veto einreichen würde, ganz im Gegenteil. 🙋🏼‍♂️

Warum hab ich diesen nun aber in einem Tarte Rezept verarbeitet? Die Erklärung ist einfach, ich liebe solche Gerichte einfach, weil man frische Zutaten verwendet, es satt macht und am zweiten Tag schmeckt diese sogar noch etwas besser. Außerdem kann man so ein Stück von der Tarte wunderbar mit zur Arbeit nehmen. Ein Zweipersonenhaushalt hat, falls das zum Mittagessen verzehrt wird, sogar zwei Tage von gut. Wie ich finde, ist das ein fairer Tausch für den Aufwand, den so ein Gericht dann mit sich bringt.

In der ursprünglichen Version war allerdings kein Räucherlachs enthalten. Aber warum hab ich den dann integriert? Der Lachs bringt unter anderem noch ein paar extra Proteine mit sich und rundet das gesamte Gericht einfach noch etwas ab. Vor allem den Teig muss ich bei diesem Rezept besonders loben, dieser mag zwar einen erheblichen Teil an Butter intus haben, aber das knusprige Endergebnis hat mich absolut zufriedengestellt. Ein weiterer Vorteil, den dieses Gericht mit sich bringt, man kann es entweder lauwarm oder auch heiß genießen, je nachdem was sich in dem Moment am ehesten anbietet.

Bevor ich nun aber mit weiteren Details langweile, möchte ich  wie üblich ein paar kleine Tipps mit an die Hand geben, die euch bei der Zubereitung vielleicht hilfreich sind:

  • Thema Zutaten: Natürlich könnt ihr damit rumspielen! Mögt ihr keine Tomaten? Nehmt die raus. Der Lachs stört? Lasst ihn weg. Allerdings würde ich euch die frischen Kräuter für dieses Rezept wirklich ans Herz legen, die machen einfach den entscheidenden Unterschied am Ende.
  • Der benötigte Parmesan, der zum einen die Masse noch etwas festigt und zum Anderen auch aromatisch dazu beiträgt, sollte natürlich am Stück gekauft werden. Kommt mir hier nicht mit fertig gerieben oder so was, den macht ihr frisch bei euch zu Hause. So viel Zeit muss sein! 😉
  • Wenn ihr die Masse zubereitet, seid im Vorfeld vorsichtig mit dem Salzen. Der Räucherlachs bringt natürlich einen eigenen Anteil an Salzgehalt mit, und wenn ihr es da übertreibt, könntet ihr sehr durstig von dem Verzehr werden. Also lieber am Ende, kurz bevor ihr die Masse auf dem Teig verteilt, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Die Tarteform*, welche ich hier übrigens verwendet habe, hatte den Durchmesser von 28cm.
  • Was ist denn bitte Blindbacken? Nein, nicht das was ihr denkt. Das bedeutet, ihr verteilt den Teig in der Form, stecht in dem Fall noch ein paar kleine Löcher mit der Gabel rein und gebt dem Teig ein paar Minuten allein im warmen Ofen, bevor ihr diesen dann mit der Masse vereint? Warum? Damit der Teig eben auch durch ist und eure Tarte am Ende auch genügend Halt besitzt.
  • Ganz wichtig bei der Tarte ist natürlich auch der Rand. Wenn ihr den Teig in der Form verteilt, geht sicher, dass ihr dem Rand ein klein wenig mehr Teig gönnt und diesen auch bis zum Rand und sogar noch ein kleines Stück darüber hinaus verteilt. Beim Vorbacken im Ofen wird sich dieser nämlich noch etwas zusammenziehen und ihr wollt ja sicher einen gleichmäßigen Rand erhalten.
  • Wundert euch nicht, dass ich im Rezept von „Hochzeit“ spreche. Das beschreibt den Vorgang, in der die beiden elementaren Komponenten vereint werden. Ist in der Autoindustrie ein geläufiger Ausdruck dafür, wenn Karosse und Motor zusammengeführt werden. #klugscheissermodusoff

 

So jetzt habe ich aber genug geschwallert, ich würde mich freuen, wenn ihr mir einen Daumen und/oder Kommentar zu diesem Rezept da lasst, da mir euer Feedback stets viel bedeutet. 😌

Zubereitungsschritte

0/0 Schritte gemacht
  1. Für den Teig: Die benötigte Menge an Butter in Stücke schneiden. In einer Rührschüssel Mehl, Salz, Butter, Ei und die Sahne zügig zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Die Teigkugel rollte ihr am Ende in Frischhaltefolie und gebt ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank.
  2. Für den Belag: Den grünen Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden. Diese Spargelstangen schneidet ihr dann schräg in 2-3 cm lange Stücke. Diese in heißem Salzwasser für etwa 5 Minuten blanchieren, Wasser abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken die Spargelstreifen gut abtropfen lassen.
  3. Die Kirschtomaten waschen, putzen und nach Belieben 3-4 davon im Ganzen mit dem Strunk lassen, den Rest halbieren.
  4. Die Tarteform mit etwas Butter und Küchenpapier gewissenhaft ausfetten und den Ofen auf 200°C Ober- Unterhitze (180 °C bei Umluftbacköfen) vorheizen. Den Teig nach dem Auskühlen auf der bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig ausrollen und die Tarteform damit auskleiden. Versucht mit dem Teig den Rand gleichmäßig zu formen. Mit einer Kabel überall leicht einstechen, für 10 Minuten im Ofen Blindbacken und kurz abkühlen lassen.
  5. Die frischen Kräuter abbrausen, trocken schütteln, die Blätter abzupfen und fein hacken. Den Knoblauch schälen, pressen und zusammen mit den Kräutern, dem Ricotta, den frisch geriebenen Parmesan und den Eiern in eine Schüssel geben. Die Bio-Zitrone heiß waschen, abtrocknen, mit einer Reibe die Hälfte der Schale abreiben und ebenfalls in die Schüssel geben. Alle Zutaten  gut miteinander verquirlen.
  6. Den Räucherlachs in Streifen schneiden und ca. 2/3 davon ebenfalls in die Schüssel geben und behutsam unterheben. Die Masse mit Salz und frischen Pfeffer würzen und abschmecken.
  7. Die Hochzeit: Nun verteilt ihr den Spargel in der Tarteform und lasst ein paar der Spitzen übrig, damit ihr die Tarte noch etwas garnieren könnt. Zum Schluss gießt ihr die Füllung in die Tarte, verteilt alles gleichmäßig und garniert diese mit Tomaten, den Spargelspitzen und den übrigen Lachsstreifen. Nach Belieben noch ein paar Zweige Thymian dazu und im Ofen für ca. 45 Minuten goldbraun backen.
  8. Wenn die Zeit abgelaufen ist und eure Tarte einen goldbraunen Eindruck macht, aus dem Ofen nehmen und nach kurzem Abkühlen genießen. 👌🏼

 

Credit: Die Inspiration zu diesem Rezept habe ich von eatsmarter.de und das ursprüngliche Rezepte wurde von mir noch leicht abgeändert.

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