An einem der letzten Sonntage war wieder so ein Abend, wo ich nicht so recht wusste, was ich uns zum Abendessen machen sollte. Ich bin generell nicht so der große Fan vom Abendessen, weil ich das aus Zeitgründen meist etwas einfacher halten möchte.

Als ich in den Kühlschrank blickte, sah ich, dass alles da wäre, um ein gemeinsames Abendbrot zu haben nur fehlte uns dafür das passende Brot. Kim war unterwegs und um 17 Uhr an einem Sonntag wird man wohl nur noch schwer an frisches Brot rankommen. Per Whatsapp fragte sie dann, ob ich nicht eben ein frisches Brot für uns machen könne? Da ich sonst eigentlich ein Befürworter bin, dem Teig etwas mehr Zeit zu geben, damit er aufgehen kann, probierte ich dann aber ein Rezept aus, dass etwas schneller umzusetzen war.
Also konnten wir tatsächlich noch mit frischen Brötchen ein gemeinsames Abendbrot veranstalten und waren ganz begeistert. Seitdem habe ich diese nun auch schon häufiger gemacht und das ursprüngliche Rezept noch ganz leicht abgewandelt.

Hier noch etwas Know-How zu diesem Rezept:

  • Beim Mehl hab ich eine Mischung aus Weizenvollkornmehl und Dinkelmehl (Type 630) verwendet, weil ich die Brötchen gerne etwas dunkler haben wollte. Ihr könnt aber auch einfach nur 400g Dinkelmehl verwenden, dann werden die Brötchen halt etwas heller.
  • Bei den Toppings könnt ihr euch ruhig austoben. Wir haben Sesam, geschrotete Leinsamen, Kürbiskerne und Haferflocken verwendet. Sicher eignen sich aber auch z. B. gehackte Nüsse und verschiedene Körnermischungen ganz wunderbar dafür.
  • Ich habe bisher immer Trockenhefe verwendet, solltet ihr die nicht im Haus haben aber dafür dann frische Hefe, solltet ihr allerdings nicht 1:1 arbeiten. Denn grundsätzlich entspricht eine Packung Trockenhefe der Triebkraft von einem halben Würfel Frischhefe: 7g aus dem Tütchen entsprechen der Faustregel nach also 21g frischer Hefe.
  • Um die Teiglinge mit Wasser zu bepinseln, habe ich einen Silikon-Backpinsel* verwendet. Der sollte in jeder guten Küche zu finden sein 👍🏼
  • Noch eine kleine Empfehlung von mir: Ich hab mir diese Teigschaberkarte* schenken lassen und ich benutzte sie seitdem regelmäßig. Dieses unscheinbare Stück Plastik erleichtert es immens, den Teig ganz einfach und vor allem sauber aus der Rühschüssel zu bekommen („10/10 would buy again“).

Lasst mir gerne einen Daumen und/oder Kommentar da, damit ich weiß wie ihr dieses Rezept fandet. Ich freue mich über euer Feedback!

Zubereitungsschritte

0/0 Schritte gemacht
  1. Gebt dem Backofen schon mal etwas Zeit, bei maximal 50 °C Ober- Unterhitze (30 °C bei Umluftbacköfen) vorzuheizen und legt ein Ofengitter in die unterste Schiene. Außerdem könnt ihr schon ein Backblech mit Backpapier belegen und bereit stellen.
  2. In eine kleine Schüssel etwas lauwarmes Wasser geben, die Trockenhefe hineinstreuen, mit einer Prise Zucker versehen und gewissenhaft vermengen.
  3. Mehl in die Rührschüssel, 2TL Salz darüber verstreuen und mit einem Handmixer grob vermengen.
  4. Nun gebt ihr das Hefewasser dazu, und den Rest an lauwarmem Wasser während ihr den Teig gewissenhaft verknetet. Gebt dieses am Besten nach und nach hinzu, sodass ihr unter stetigem Kneten einen glatten Teig habt, der nicht mehr an den Händen kleben sollte. Die Rührschüssel mit einem Küchentuch abdecken und für 20 Minuten in den Ofen auf das Gitter stellen.
  5. Im Anschluss Rührschüssel und Ofengitter rausnehmen. Jetzt gebt ihr Volldampf und lasst den Ofen auf 225 °C Ober- Unterhitze (205°C bei Umluftbacköfen).
  6. Im Anschluss, Teig auf eine bemahlte Arbeitsfläche geben (nicht mehr kneten!), zu einer länglichen Rolle formen und mit einem Messer in sechs gleichmäßige Teile schneiden.
  7. Diese Teiglinge nun mit beiden Händen zu flachen Kugeln rollen und diese dann gleich auf das Backpapier legen.
  8. Mit einem scharfen, langen Messer schneidet ihr im Anschluss auf jeden Teigling ein „+“ (siehe Bild). Nicht ganz durchdrücken aber ruhig zu 2/3 in den Teig drücken.
  9. Stellt Topping,  Silikon-Backpinsel* und eine Schale mit lauwarmem Wasser bereit. Bestreicht jeden Teigling mit einer dünnen Schicht Wasser und verteilt im Anschluss das Topping nach eigenem Belieben über die Brötchen. (Falls ihr Kürbiskernsamen verwendet, drückt diese ruhig etwas an, damit sie euch beim erneuten bestreichen mit Wasser nicht vom Brötchen fallen)
  10. Der Ofen sollte nun genug Hitze haben. Das Backblech für 10 Minuten auf die mittlere Schiene stellen.
  11. Nach 10 Minuten rausholen, die Oberseite und entstanden Rillen nochmals mit lauwarmem Wasser bepinseln und dann erneut für 15 Minuten in den Ofen.
  12. Am Ende solltet ihr schöne, knackige Brötchen aus dem Ofen holen. Mission complete ✌🏼

 

Credit: Die Inspiration zu diesem Rezept habe ich von kocheule und das ursprüngliche Rezepte wurde von mir leicht abgeändert. 

*bei den beiden Empfehlungen handelt es sich um Affiliate-Links von Amazon.de. Wenn ihr die Links für euren Einkauf nutzt, werde ich prozentual daran beteiligt. Für euch entstehen dadurch aber keine weiteren Kosten.